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A & O Glas-Concept
A & O Glas-Concept

Glaslexikon

Glas von A - Z

Alarmglas

Sicherheitsgläser (ESG und/oder VSG) mit eingelegten Alarmdrähten oder in einer Ecke eingebrannten Alarmschlingen zum Anschluss an Alarmanlagen.

 

Altdeutsch K
Maschinell hergestelltes Ornamentglas mit Antikglascharakter.

Mit Blasen und Schlieren.

 

Angriffshemmendes Glas
VSG, das durch die Kombination unterschiedlicher Glas- und Folienschichten einer gewaltsamen Einwirkung einen bestimmten Widerstand entgegensetzt.

nach europäscher Norm (DIN EN) geprüfte Widerstandsklassen:

durchwurfhemmend P-A nach DIN EN 356A

durchbruchhemmend P-B nach DIN EN 356 B

durchschusshemmend BR nach DIN EN 1063, mit Splitterabgang (BR...-S) oder nicht-splitternd (BR...-NS)

sprengwirkungshemmend D nach DIN EN 13541

(die DIN 52290, die zuvor die Anforderungen beschrieb, wurde mit Einführung der DIN EN im Jahre 2000 zurückgezogen)

 

Antikglas
Aussehen ähnlich dem Echtantikglas, jedoch erfolgt das erste Ausblasen des Glaspostens durch Pressluft. Hierdurch sind größere Abmessungen möglich. Heute auch maschinell herstellbar.

 

Bauglas
maschinell gezogenes Fensterglas, heute weitestgehend abgelöst durch Floatglas

 

Bilderglas
dünnes Flachglas zum Verglasen von Bildern
(meist Float oder das reflexarme Reflo bzw. entspiegeltes Glas)

 

 

Bleiglas

(siehe auch Röntgenschutzglas)

Bei den als Bleiglas bezeichneten Glassorten ersetzt man das Kalziumoxid durch Bleioxid. Der Bleianteil bei Bleiglas muss mindestens 18 % betragen. Bleiglas ist auch in dickwandigen Gefässen klar und lässt sich gut schleifen. Es zeichnet sich durch einen hohen Brechungsgrad, Farblosigkeit, Glanz und einen schönen Klang aus.

Siehe auch Bleikristall.

 

Bleikristall

Glas mit einem Anteil von Bleioxid von mindestens 24 %.

Der Ausdruck Kristall ist dabei jedoch falsch, weil Glas keine Kristalline Struktur hat.

Siehe auch Bleiglas.

 

Bleiverglasung

Einfassung von Glasscheiben mit verlöteten Bleiprofilen, z. B. Kirchenfenster und Glasmalereien.

 

blindes Glas
durch äußere Einflüsse (z.B. Witterung) angegriffene, getrübte Glasoberfläche

 

 

Borosilikatglas

Spezielle Glaszusammensetzung, in der Borsäure enthalten ist, mit erhöhter chemischer Widerstandsfähigkeit sowie erhöhter Temperaturwechselbeständigkeit, das vielfach für Glasgeräte im Labor, als Behälterglas in der Chemie und allgemein in der Industrie und im Haushalt eingesetzt wird. Wird es im Floatverfahren als Flachglas hergestellt, ist es als Borofloat (aus den Worten Borosilikatglas und Floatverfahren) bekannt.


Brandschutzglas

Normales (Float) Glas ist ein nicht brennbarer Baustoff. Bei Einwirkung von hohen Temperaturen - wie sie z.B. bei Gebäudebränden entstehen würden - kann die Scheibe jedoch zu Bruch gehen (springen) und Flammen und Hitze könnten sich ungehindert ausbreiten.
Weiterhin lässt normales Glas die Hitzestrahlen fast ungehindert durch, was zu einer Entzündung von Materialen führen kann.

Brandschutzglas verzögert diese Erscheinungen und bietet so einen hohen Schutz vor Ausbreitung von Bränden bei hoher Transparenz.

Es gibt verschiedene Feuerwiderstandsklassen, welche jeweils nochmals unterteilt sind in verschiedene Widerstandszeiten, wobei die Zahl hinter den Buchstaben die jeweilige Mindestdauer (Minuten) angibt, die das Glas standhält.

Früher wurden die Verglasungen unterteilt in G-Gläser und F-Gläser, welche in Deutschland auch heute noch weit verbreitet sind. Diese wurden jedoch in der europäischen Norm EN 13501-2 Teil 2 abgelöst durch:

E-Verglasungen (anstelle der früheren G) verhindern den Durchgang von Feuer (Flammen) und Rauch über eine bestimmte Dauer

EW-Verglasungen (bisher nicht klassifiziert) bewirken zusätzlich noch eine Reduzierung des Wärmedurchgangs , aber keine komplette Verhinderung

​EI-Verglasungen (anstelle der früheren F) sichern zu der Rauch- und Flammdichtigkeit auch eine thermische Isolation. Sie gelten als feuerhemmend.

(PS: Die Abkürzungen kommen aus dem Französischen:  E = Étanchéité (Raumabschluss), I = Isolation (Wärmedämmung). ) 

Brandschutzglas lässt sich mit vielen weiteren Eigenschaften, wie z.B. Wärmeschutz, Schallschutz, Durchbruch u.ä. kombinieren.
Brandschutzglas darf nach der Auslieferung nicht mehr weiterverarbeitet werden. Weiterhin sind alle Richtlinien der Verglasung einzuhalten. Die Montage darf nur von speziell geschulten Mitarbeitern ausgeführt werden.

PS: Gemäß Bauauflagen können auch Rauchschutztüren gefordert​ werden, die eine bestimmte Rauchdichtheit aufweisen ( gemäß DIN 18095 / EN1634-3) Die Rauchdurchlässigkeit (Leckrate) ist gemäß der Norm begrenzt. Als Verglasung können Sicherheitsgläser wie Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG) eingesetzt werden.

 

Butze

eine mehr oder weniger runde Scheibe mit einem Durchmesser von 6 – 15 cm, die ursprünglich ausgeblasene Kugel wird zu einer Scheibe mit hohem Außenwulst geschleudert, die Verdickung in der Mitte nennt man Butze (auch Batzen bzw. Nabel);

auch maschinelle Herstellung (gleichförmig rund, Rand und Nabel glatt)

 

Colorescentglas (Opalescent)
aus verschiedenen Glasschmelzen, farblos und farbig, zusammengesetzte Glastafeln

 

Dekorglas
siehe Ornamentglas

 

Doppelspiegel

Standard 6 mm,

beidseitig Spiegelfläche,

keine Prüfung als VSG,

spezielle Anwendung: z.B. Spiegeltür mit UV-verklebten Beschlägen

 

Drahtfaden-Verbundglas
seltene Bezeichnung für VSG mit Stahlfadeneinlage

 

Drahtglas
glattgewalztes Gussglas mit Drahtnetzeinlage (Glasdicke 7 o. 9 mm)

 

Drahtornament
Ornamentglas (Gussglas) mit Drahtnetzeinlage (Glasdicke 7 mm)

 

Drahtspiegelglas
Drahtglas mit polierter Oberfläche

klar durchsichtig (Glasdicke 7 mm)

 

Echtantikglas
Bezeichnung für ein nach traditioneller Herstellungsweise produziertes Glas.

im Mundblasverfahren hergestelltes Farbglas mit stärkerer Bläselung und Hobelung als Antikglas; praktisch jede Farbe herstellbar.

Mit der Glasmacherpfeife wird ein Glaszylinder geblasen, der aufgeschnitten und zu einer Scheibe gestreckt wird. Dieses Glas hat unterschiedliche Dicken, Formate und Grössen mit unterschiedlicher

Blasenbildung im Glas. Jede hergestellte Scheibe ist ein Unikat. Wird heute

hauptsächlich für dekorative Bleiverglasungen und die Restaurierungen von alten Verglasungen (z. B. Kirchenfenster) benutzt.

 

Einscheibensicherheitsglas (ESG)
thermisch behandeltes Glas mit erhöhter Biegebruchfestigkeit;
bei Bruch zerfällt es in kleine minderscharfkantige Stücke;
durch die Vorspannungen im Glas kann es bei Nickelsulfideinschlüssen zu Spontanbrüchen kommen, Minimierung durch Heat-Soak-Test

 

Eisblumenglas
durch spezielle Oberflächenbehandlung (Knochenleim) ornamentiertes Glas

 

eisenoxidarmes Glas

 siehe Weißglas

 

emailliertes Glas
durch Walzen oder Schleiern aufgebrachte keramische Farbe, dauerhaft eingebrannt im ESG, farblich passend zu vielen Wärme- und Sonnenschutzisoliergläsern

 

ESG
siehe Einscheibensicherheitsglas

 

F-Glas
siehe auch Brandschutzglas
Die F-Gläser müssen zusätzlich zu der Rauch- und Flammdichtigkeit der G-Gläser auch die Übertragung des Brandherdes durch Hitzestrahlung in dem definiertem Zeitraum unterbinden.

 

Farbglas
durchgefärbte Gläser

 

Farbstich
durch schwankende Eisenoxidanteile in den natürlichen Rohstoffen (Quarzsand u.a.) leicht grünlich oder gelbliche Färbung des Glases

 

Floatglas
im Floatverfahren hergestelltes klares oder durchgefärbtes Flachglas (Kalk-Natronsilicat-Glas);
das am meisten eingesetzte Glas am Bau

 

Floatverfahren
Float = in Deutsch „Aufschwimmen“; flüssiges Glas fließt auf Zinnbad;
wichtigstes Flachglasherstellungsverfahren

 

Flusssäure
in Wasser gelöster Fluor-Wasserstoff; Ätzmittel zur Herstellung von geätzten Gläsern

 

G-Glas
siehe unter Brandschutzglas
G-Gläser müssen den Durchgang von Feuer und Rauch über eine bestimmte Feuerwiderstandsdauer verhindern.

 

Ganzglasanlage (GGA)
rahmenlose Glaskonstruktion, wahlweise mit Oberlicht und Seitenkonstruktion für Innen- oder Außenanwendung, optional mit Bodentürschließer und/oder Panikfunktion

 

Ganzglastür
Vollglaselement  für den privaten („Junior“-Ausführung) oder öffentlichen Bereich („Office“-Ausführung)

 

Gartenbau-Glas
Flachglas speziell für Gewächshausbau, Ausführung als Gartenblankglas DIN 11 525 oder Gartenklarglas DIN 11 526

 

gebogenes Glas
nach vorgegebenen Radien geformtes Glas in den Ausführungen als Float, ESG, VSG, Isolierglas;
auch verschiedene Kombinationen untereinander möglich

 

Gewicht (Dichte) des Glases
Glas wiegt 2,5 g / cm³ = 2,5 t / m³
Dicke 1 mm:    2,5 kg / m²
Dicke 4 mm:    10 kg / m²
Dicke 6 mm:    15 kg / m²
Dicke 8 mm:    20 kg / m²
Dicke 10 mm:  25 kg / m²
 

 

gewölbtes Glas
auch bombierte Scheiben (alte Bezeichnung)

nach außen gewölbte Glasscheibe, die durch Reflexwirkung den Einblick in den Raum mindert, ohne die Aussicht oder Lichteinfall zu mindern; oft in älteren Haustüren zu finden

 

GGA
siehe Ganzglasanlage

 

Glasarten
Gläser verschiedener chemischer Zusammensetzung, z.B. Kalk-Natronsilicat-Glas (Float), Borosilikatglas

 

Glasbaustein (Glasstein)
gepresster Glaskörper;
Ausführung als massiver Voll-Glasbaustein oder Hohlkammer-Glasbaustein

 

Glaskeramik

Wenn ein aus Lithium-, Aluminium- und Siliziumoxid hergestelltes Glas einem bestimmten

Temperaturverlauf ausgesetzt ist, erfolgt eine Kristallisierung (was sonst

beim Glas nicht der Fall ist). Das Glas ist nun kein Glas mehr, sondern erhält keramische (=

Glaskeramik) Eigenschaften mit einer äusserst geringen Wärmeausdehnung.

So werden z. B. Kochplatten (bekannt als Ceranfelder) hergestellt oder auch grosse Spiegel

für Teleskope.

 

Glaskleber
weichelastisches Bindemittel für Scheibenkanten und -flächen, auch als UV-Kleber (durch UV-Licht aushärtend)

 

Glasmalerei
künstlerische Gestaltung der Glasoberfläche

 

Glasschliff
Kanten- oder Flächenbearbeitung von Flachglas

 

Glasveredelung
Be- bzw. Verarbeitung des Glases

 

Goetheglas
im Mundblasverfahren hergestelltes, schwach geschliertes Glas

 

Gußantik
Gussglas mit Antikglascharakter

 

Gußglas
siehe Ornamentglas

 

Hartglas
fehlerhafte Bezeichnung für ESG

 

hitzebeständiges Glas
meist Borosilikatglas

 

Hüttenrauch
weißer, mehlartiger Niederschlag bei der Glasproduktion;
leicht abwaschbar

 

Isolierglas
Verglasungseinheit aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die mittels Abstandhalterprofil durch einen Scheibenzwischenraum (SZR) voneinander getrennt sind. Der SZR ist entweder mit getrockneter Luft oder mit Spezialgasgemischen (meistens Argon) gefüllt. Am Rand sind die Einheiten luft- und feuchtigkeitsdicht durch Dichtmassen verbunden.
Die Einheiten erfüllen verschiedene Funktionen, wie z.B. Einbruchhemmung, Brandschutz, Schallschutz, Sichtschutz, Wärmeschutz, Sonnenschutz.

Durch Kombination von unterschiedlichen Eigenschaften kann das für Sie optimale, zum Bauwerk passende Produkt individuell hergestellt werden.

 

maschinelle Ziehverfahren
(Fourcault-Verfahren, Colburn-oder Libbey-Owns-Verfahren und Pittsburgh-Verfahren)
weitestgehend abgelöst durch Floatverfahren; wird nur noch im Dünnglas-Bereich und für Spezialgläsern (z.B. Borosilikatglas) angewendet

 

MIG
Abkürzung für Mehrscheibenisolierglas

 

Milchüberfangglas
Zweischichtenglas in homogener Verbindung mit einer farblosen Grundschicht und einer milchig getrübten gleichmäßigen Überzugsschicht

 

Modellscheiben
alle Scheibenformen, welche vom Rechteck abweichen;
früher Übermittlung der Maße nur per Skizze oder Modell, heute auch per Datenträger

 

Mundblasverfahren
traditionelles Herstellungsverfahren für hochwertige Farb- und Spezialgläser (z.B. Echtantikglas) bei dem ein Glasmacher - wie bereits im Mittelalter - mit der Glasmacherpfeife dem geschmolzenen Glas den antiken Charakter verleiht

 

opakes Glas
undurchsichtiges, in der Masse durchgefärbtes Glas

 

Ornamentglas
(auch: Gussglas, Strukturglas, Dekorglas)
Glas mit ausgeprägte Ornamentierung der Oberfläche;
durchsichtmindernd, je nach Prägung lichtstreuend oder lichtlenkend, gut lichtdurchlässig und durchscheinend;
Herstellung  durch konstantes Gießen und Walzen;
mit oder ohne Drahtnetzeinlage,
klar oder durchgefärbt

 

Profilglas / Profilbauglas
U-förmige Glasbahnen aus Gussglas (standardmäßig in Dekor 504) bis max. 7000 mm.

Die gestalterischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren von der einfachen Industrieverglasung hin zu architektonischen Merkmalen an Gebäuden gewandelt. Die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung reichen von Farbauftrag (thermisch vorgespanntes farbig emailliertes Profilglas) bis zu gebogenen Profilen. Eine nahezu perfekte Lichtstreuung ohne störende Blendung ist durch spezielle Kapillareinlagen bei der doppelschaligen Verlegung möglich.
Durch seine spezielle U-Form ist Profilglas belastbarer als plane Glasscheiben.
Je nach Marke auch als Profilit (alte Bezeichnung: Reglit) oder Linit bekannt.

 

Röntgenschutzglas
Glas mit speziell definierten Bleigleichwerten zur Abschirmung von harten Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen)

 

Strahlenschutzglas
siehe Röntgenschutzglas

 

Strukturglas
siehe Ornamentglas

 

Verbundsicherheitsglas (VSG)
Scheibenverbund von zwei oder mehreren Scheiben mit einer oder mehreren elastischen Folien; mittels Wärme und Druck dauerhaft miteinander verbunden;
Folien können klar, matt, farbig oder mit Dekor sein oder mit speziellen Eigenschaften, wie z.B. Schallschutz;
durch unterschiedliche Aufbauten sind zusätzliche Eigenschaften möglich, z.B. splitterbindend, einbruchhemmend, durchschusshemmend, begehbar

 

VSG wurde früher oft mit dünnen Stahlfäden zwischen den Scheiben eingesetzt.

(Stahlfaden-VSG)

Diese haben aber keinen Einfluss auf die Stabilität, sondern dienen nur der besseren Sichtbarkeit der Scheibe.

 

Wölbscheiben
siehe gewölbtes Glas

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